Alle Kurse des Programms Innosuisse Start-up Training werden online abgehalten

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Trotz des Coronavirus erhält Innosuisse die Kurse der Module 2 bis 4 des Programms Start-up Training aufrecht. Die Anbieter von Start-up Training – Venture Lab, die Stiftung EPFL Innovation Park, die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW und die Universität Bern – haben sie nahtlos in interaktive E-Learning-Kurse umgewandelt und das Training rund um die Themen Experiential Learning, Customer Centricity und Gamification weitergeführt.

Mit dem Programm Start-up Training stellt Innosuisse jungen Unternehmern ein massgeschneidertes Unterstützungsangebot in Form von Sensibilisierungs- und Ausbildungsprogrammen bereit. Im Jahr 2019 haben fast 3.500 Teilnehmende von diesem Programm profitiert. Seitdem die Kurse an den Universitäten im März ausgesetzt wurden, finden sie digital statt. Im Durchschnitt werden wöchentlich 50 Trainingsstunden online, interaktiv und ohne Unterbrechung abgehalten.

Anpassungsfähigkeit und Kreativität
Die Anbieter zeigten sich in ihrem Ausbildungsmodell anpassungsfähig und kreativ. Die Kurse finden live per Zoom statt. Dadurch können Gruppen in verschiedene virtuelle Räume aufgeteilt werden. «Wir mussten schnell auf die Situation reagieren. Innerhalb von nur zwei Tagen waren wir bereit dafür, die Kurse online abzuhalten», erklärt Philipp Winter, Programmleiter bei Venture Lab. Zuzana Sediva, Teilnehmerin und Pioneer Fellow der ETHZ, ist zufrieden: «Das Onlineformat ist an diese unvorhergesehene Situation angepasst und stellt eine Lernübung für die Zukunft dar.»

Die Kursanbieter gehen mit verschiedenen Tricks gegen die Einschränkungen des digitalen Formats an, wie z.B. das Fehlen von direktem Feedback der Zuhörer, Networking und Teamgeist unter den Teilnehmern. Die Universität Basel beispielsweise nutzt ein Tool, mit dem Skizzen auf einem Online-Whiteboard angefertigt werden können, um sich über die Konzepte auszutauschen, die in der Lehre der Unternehmensführung verwendet werden. Aurélie Moser, Coach an der Universität Basel, berichtet: «Die drei Stunden Unterricht waren schnell vorbei, und das Team hat neue Tools für die Online-Zusammenarbeit und Skizzentechniken genutzt, um die Bedürfnisse der Kunden zusammenzutragen und die entsprechenden Konzepte zu erstellen. Nach einer Sitzung im Plenum haben wir uns in fünf virtuelle Räume aufgeteilt. Trotz der späten Stunde hatte ich noch jede Menge Energie und habe meinen Entwurf sogar mit meinem dreijährigen Sohn auf dem Schoss fertiggestellt.» Für das Bootcamp des Programms «Science to Market» der Stiftung Innovationspark der EPFL kamen die Programmleiter Lan Zuo Gillet und Iohannès Bry ebenfalls auf findigen Ideen. «Potenzielle Kunden werden per Video interviewt und dann der Klasse präsentiert. Ein in die Folien integriertes Quiz ermöglicht den direkten Austausch. Die Teilnehmenden können die Fragen auch anhand von Notizen priorisieren», erklären sie. Die Stiftung EPFL-Innovationspark plant zudem, Gutscheine für Lieferservices anzubieten und virtuell gemeinsam zu essen, um die Geselligkeit zu fördern.

Heute werden Weichen für die Zukunft gestellt
Diese neue Art der Ausbildung lässt erahnen, wie die Welt in Zukunft aussehen wird. Anil Sethi, Coach und Trainer am Startup-Campus der ZHAW, formuliert das so: «Das Bewegen in einem virtuellen Umfeld bringt auch Technologie-Start-ups dazu, den Bedarf an digitaler Kommunikation, ihrem Fenster zur Welt, zu erkennen. Wenn die Krise erst einmal vorbei ist, sind Schweizer Start-ups vielleicht besser in der Lage, eine klarere Botschaft an den Markt zu senden und ihre digitale Präsenz zu stärken.» Auch Egle Thomas, Coach und Trainerin, weist auf die Vorteile hin: «Interaktives E-Learning ermöglicht es Managern von Start-ups, erweiterte digitale und virtuelle Arbeitskompetenzen zu erwerben. Wenn sie diese Kompetenzen und die Kenntnis der Tools für die Online-Zusammenarbeit an ihre Teams vermitteln, können Unternehmer ihre Unternehmen effizienter und resilienter führen. Und schliesslich können diese Kompetenzen dann sowohl International als auch in der Zusammenarbeit mit externen Mitarbeitern genutzt werden. 

Letzte Änderung 08.04.2020

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