Vier Mythen zur Förderung von Innovationsprojekten und was Sie daraus für Ihr nächstes Gesuch lernen können

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Vertreterinnen und Vertreter von Innosuisse hören regelmässig Aussagen bezüglich der Förderung von wissenschaftsbasierten Innovationsprojekten, die nicht stimmen. Deshalb möchten wir vier Mythen widerlegen und Ihnen dabei einige Tipps für Ihr nächstes Gesuch mit auf den Weg geben.

1. Es soll eine finanzielle Obergrenze für Innovationsprojekte geben
Projektpartner behaupten immer wieder, dass nur Projektkosten von unter CHF 0.5 Millionen von Innosuisse genehmigt werden. Dies stimmt nicht. Es gibt weder eine rechtliche noch eine informelle Grenze für Fördergesuche.

>TIPP für Gesuchstellende: Solange es für Ihr Innovationsprojekt sinnvoll ist, das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt und der Umsetzungspartner - beispielsweise ein KMU - bereit ist, 50% der Projektkosten selbst zu tragen, gibt es keine finanzielle Grenze bei Gesuchen für Innovationsprojekte. Dies gilt für alle Themengebiete.

2. Nur Innovationsprojekte mit Grossunternehmen würden gefördert
Die Zahlen zeigen ein ganz anderes Bild. Es werden weiterhin über 75% der geförderten Innovationsprojekte von Schweizer KMU in Zusammenarbeit mit Forschungspartnern umgesetzt. Innovationsprojekte mit Grossunternehmen als Umsetzungspartner stellen also weniger als 25% der geförderten Projekte dar.

>TIPP für Gesuchstellende: Nicht nur KMU und Grossunternehmen können mit einem Forschungspartner Projekte einreichen. Andere private Organisationen wie Stiftungen oder NGOs aber auch öffentliche Institutionen wie Verwaltungen oder soziale Einrichtungen können wissenschaftsbasierte Innovationsprojekte unterbreiten. Willkommen sind auch Projekte mit mehreren Forschungs- und Umsetzungspartnern und insbesondere solche mit einem inter- oder multidisziplinären Ansatz.

3. Ein Umsetzungspartner oder ein Projektleiter bei einem Forschungspartner dürfe nur ein Innovationsprojekt pro Jahr einreichen
Es gibt keine formelle oder informelle Begrenzung von Innovationsprojekten pro Umsetzungs- oder Forschungspartner. Im Gegenteil gibt es viele Beispiele von innovativen KMU aber auch Forschenden, die gleichzeitig an verschieden von Innosuisse geförderten Projekten arbeiten.

>TIPP für Gesuchstellende: Sie können pro Jahr mehrere Innovationsprojekte einreichen, auch wenn Sie bereits bewilligte Projekte umsetzen, sofern Sie die dafür erforderlichen Kapazitäten ausweisen können. So treiben Sie die wissensbasierte Innovation im Interesse von Wirtschaft und Gesellschaft voran.

4. Früher seien die Erfolgschancen viel höher gewesen
Seit 2018 liegt die Bewilligungsrate für eingereichte Projekte im Schnitt bei gut 55%. Die Chancen für qualitativ gute Innovationsprojekte stehen also mindestens so gut wie zu KTI-Zeiten. Im Vergleich: 2017 im letzten Jahr der KTI lag die Erfolgsrate bei 47%.

>TIPP für Gesuchstellende: Ihr Projektgesuch hat bei Innosuisse realistische Chancen, wenn es konkret, klar und nachvollziehbar ist. Das heisst, dass Sie Ihr neuartiges Produkt oder Ihre innovative Dienstleistung genau definieren. Gemäss Evaluationskriterien sollten Gesuche zudem die Wertschöpfung, die Nachhaltigkeit, den Innovationsgrad und das Marktpotenzial klar beschreiben. Der Projektplan, die Meilensteine und das Budget müssen ebenfalls nachvollziehbar sein.

Erfüllt Ihr Innovationsprojekt diese Punkte? Dann geben Sie 2020 ein Gesuch ein!

Letzte Änderung 13.12.2019

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