Go global - Aktuelle Calls in europäischen Förderprogrammen

Zwei offene Calls den europäischen Förderprogrammen Eurostars und AAL

Das europäische Förderprogramm «Horizon 2020» endet bald und damit auch die Partnerschaftsinitiativen AAL und Eurostars, bei denen Innosuisse die Schweiz vertritt. Diesen Sommer haben Schweizer Institutionen aus Wirtschaft und Forschung nochmals die Möglichkeit, sich um Fördermittel zu bewerben.

Das 8. Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation, Horizon 2020, endet dieses Jahr. Ein fester Bestandteil von Horizon 2020 sind die so genannten Partnerschaftsinitiativen, welche von der EU und nationalen Förderorganisationen gemeinsam finanziert werden. Innosuisse leitet seit Anfang 2019 die Partnerschaftsinitiativen AAL, ECSEL und Eurostars. Zwei der letzten Möglichkeiten, um von den Fördermitteln von Innosuisse und Horizon 2020 zu profitieren, bieten die aktuellen Calls von AAL und Eurostars.

AAL – Digitale Lösungen fürs Älterwerden
Beim Förderprogramm AAL werden Start-ups, KMU, Forschungsinstitutionen sowie weitere Organisationen gefördert, welche ihre Innovationen gemeinschaftlich auf internationaler Ebene weiterentwickeln möchten.

Die Einreichefrist des diesjährigen Calls des europäischen Förderprogramms «Active and Assisted Living» (kurz: AAL) wurde aufgrund der COVID-19 Pandemie verschoben. Sie ist neu am 24. August 2020. Das Programm fördert Projekte, in welchen mit Hilfe neuer Technologien innovative, marktfähige Lösungen entwickelt werden, die der demografischen Entwicklung und dem steigenden Bedarf an Produkten und Dienstleistungen älterer Menschen zugeschnitten sind. Im Rahmen des Calls 2020 werden digitale Lösungen gefördert, welche ein gesundes Älterwerden unterstützen. Zudem sollen die geförderten Projekte in die bestehenden Pflegeinstitutionen integriert werden können.

Eurostars – Optimaler Einstieg oder Ausbau von internationalen Kooperationen
Eurostars ist ein internationales Förderprogramm an dem sich 33 Länder aus Europa sowie Kanada, Südafrika und Korea beteiligen. Es bietet KMU die Möglichkeit, gemeinschaftlich mit Partnerfirmen oder Forschungsteams aus den teilnehmenden Ländern innovative Produkte und Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit von innovativen Unternehmen sowie bestehende und neue Wertschöpfungsketten zu fördern. Das thematisch offene Förderprogramm bietet Projektpartnern aus der Schweiz eine attraktive Möglichkeit für den Einstieg in internationale Kooperationen oder deren Ausbau (Förderquote bei KMU und Forschungsinstitutionen: 50 %, Grossunternehmen: 25%).

Projekteingaben von KMU, Grossunternehmen, Hochschulen und weiteren Forschungsinstitutionen für den aktuellen Eurostars Call werden bis am 3. September 2020 entgegengenommen.

Kombinierbare und kompatible Förderinstrumente
Die Förderinstrumente von Innosuisse sind untereinander kombinierbar. Das Projekt «Quality End of Life» von We+Care wurde zum Beispiel im Rahmen des letztjährigen AAL-Calls gefördert und  dabei auf ihrem Weg durch einen Innosuisse-Innovationsmentor begleitet. «Mit COVID-19 hat die Nachfrage nach Digitalisierung bei der Betreuung und Pflege zu Hause zugenommen. Das AAL-Programm unterstützt We+Care bei der Entwicklung innovativer Lösungen in diesem Bereich. Durch die Begleitung des Innovationsmentors von Innosuisse wurde der Grundstein für eine neuartige Möglichkeit zur Investition in den informellen Pflegesektor gelegt.», erklärt Patrick Hofer, Mitgründer von We+Care.

Auch die GenomSys SA profitiert von mehreren Förderinstrumenten: Das Lausanner Start-up fand nach einem durch Innosuisse unterstützten Innovationsprojekt mit der EPFL dank der internationalen Partnersuche im Rahmen des «Enterprise Europe Network» (kurz EEN) geeignete Projektpartner in Spanien, Frankreich und Grossbritannien und wird seit Frühling 2019 durch das Eurostars-Programm gefördert.

Mit dem Start des neuen europäischen Rahmenprogramms für Forschung und Innovation – Horizon Europe – sind ab 2021 Nachfolgeprogramme von AAL und Eurostars geplant. Eine Mitfinanzierung von Innosuisse wird geprüft. Der konkrete Umfang der Beteiligungsmöglichkeiten für Forschende und Wirtschaftspartner aus der Schweiz wird Innosuisse voraussichtlich Anfang 2021 kommunizieren.

Letzte Änderung 22.06.2020

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