"2019 war ein erfolgreiches Förderjahr für Innosuisse"

Das Fördergeschäft von Innosuisse hat sich 2019 äusserst positiv entwickelt. Am Ende des Jahres wurden über 800 Gesuche für Innovationsprojekte bei Innosuisse eingereicht, 65 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 480 Start-ups bewarben sich für ein Coaching.

«Bei den Innovationsprojekten hat das Fördergeschäft ab Mai 2019 deutlich an Fahrt aufgenommen», bilanziert Annalise Eggimann, Direktorin von Innosuisse. Der Innovationsrat von Innosuisse bewilligte 404 Innovationsprojekte (2018: 239 Projekte) und 400 Innovationsschecks (2018: 308 Innovationsschecks). Weitere 44 Innovationsprojekte wurden im Rahmen des Impulsprogramms Digitalisierung unterstützt.

Die meisten bewilligten Innovationsprojekte stammten aus dem Bereich «Engineering» (32 Prozent) und «Life Science» (25 Prozent). Je rund 15 Prozent der Projekte wurden in den Bereichen «Energy & Environment», «ICT» und «Social Sciences & Business Management» bewilligt. «Thematische Schwerpunkte bei den bewilligten Gesuchen stellten wir 2019 in den Bereichen Medtech und Advanced Manufacturing fest.»

«Da wir mit unseren Angeboten in erster Linie die Innovationskraft von kleinen und mittleren Unternehmen steigern wollen, freut es mich sehr, dass der KMU-Anteil bei bewilligten Innovationsprojekten mit 82 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (77 Prozent) gestiegen ist» erklärt Eggimann. Ebenfalls höher als im Vorjahr fällt mit 56 Prozent der Anteil an Unternehmen aus, die zum ersten Mal an einem Innovationsprojekt beteiligt waren. Weiterhin am meisten Projekte (54 Prozent) werden mit Fachhochschulen als Forschungspartner durchgeführt (ETH 20%, Unis 16%, Übrige 11%).

Über 300 Start-ups profitieren von Innosuisse-Coaching
«Nicht weniger erfreulich verlief das Fördergeschäft bei unserem Coaching-Programm für Start-ups», resümiert die Direktorin weiter. «477 Start-ups haben sich 2019 für ein Coaching bei Innosuisse beworben. Damit haben wir die Nachfrage nach unserem Coaching Programm im Vergleich zu jener zu KTI-Zeiten mehr als verdoppelt». 243 Start-ups wurden 2019 ins Initial Coaching, 96 ins Core Coaching und 16 in das neu gestartete Angebot Scale-up Coaching aufgenommen. Eggimann: «Damit ein Start-up zum Wohlstand und zur Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze in der Schweiz beitragen kann, muss es wachsen. Aus diesem Grund hat Innosuisse im Herbst 2019 das neue Angebot Scale-up Coaching für Startups mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial lanciert».

Auch die übrigen Angebote für Gründungsinteressierte und Start-ups stiessen auf grosses Interesse. Über 3500 Teilnehmende haben 2019 ein Modul des Start-up-Trainings besucht, 58 Start-ups wurden für die Teilnahme an einem Internationalisierungscamp akzeptiert. Eggimann: «Das Camp-Angebot wurde 2019 weiter ausgebaut. Innosuisse bietet nun Start-ups mit Internationalisierungsabsichten auch Guangzhou, nahe Shenzhen in China, als neue Option an. Neben London, San Francisco, New York, Boston, Rio de Janeiro, São Paulo, Bangalore und Shanghai stehen damit insgesamt zehn Destinationen in fünf Ländern zur Auswahl».

KMU können bei Innosuisse Gutschriften beantragen, womit sie sich bei Innovationsmentorinnen und Innovationsmentoren Unterstützung für die Konkretisierung ihrer Innovationsvorhaben holen können. Auch diese Gutschriften wurden 2019 stark nachgefragt: 330 KMU haben 2019 eine oder mehrere solcher Gutschriften erhalten. Die von Innosuisse akkreditierten Innovationsmentorinnen und -mentoren und die nationalen thematischen Netzwerke begleiteten je über 200 Eingaben von Innovationsprojekten. «Unsere Aktivitäten im Bereich Wissens- und Technologietransfer tragen nebst der Einreichung von zahlreichen Gesuchen mit hoher Qualität wesentlich dazu bei, dass bei den Innovationsprojekten 56 Prozent Unternehmen beteiligt sind, die vorher noch nie ein Innosuisse-Projekt eingereicht haben».

Internationale Programme bei Innosuisse
Seit Anfang Anfang Januar 2019 ist Innosuisse für die innovationsnahen europäischen Partnerschaftsprogramme mit der EU, Eurostars, Active and Assisted Living (AAL), Electronic Components and Systems for European Leadership (ECSEL), und für die marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsinitiative EUREKA zuständig. Annalise Eggimann zieht nach dem ersten Jahr eine positive Bilanz: «193 Fördergesuche für Unterstützung von internationalen Projekten wurden 2019 eingereicht, 66 davon wurden bewilligt. Diese Zahlen zeugen von einem grossen Interesse an unseren internationalen Aktivitäten». Enterprise Europe Network (EEN) Switzerland unterstützt KMU und Start-ups dabei, in Europa und weiteren Ländern Kooperationen aufzubauen, Innovations- und Forschungsprojekte umzusetzen und in neue Märkte einzutreten. EEN vermittelte 2019 260 Kontakte zu möglichen Projektpartnern und hat 120 Unternehmen bei der Suche nach internationalen Coaches unterstützt.

Im Rahmen des gemeinsam mit dem Schweizerischen Nationalfonds durchgeführten Programms «BRIDGE» wurden 30 Proof of Concept-Projekte und 10 Discovery-Projekte für rund 14 Mio. Schweizer Franken bewilligt. Eggimann: «Drei Jahre nach der Lancierung des Programms liegen zahlreiche konkrete Resultate vor. 121 Projekte wurden insgesamt unterstützt, 47 Start-ups gegründet. Dies zeugt von einem grossen Bedürfnis nach dem BRIDGE-Programm».

Beim Förderprogramm Energie erhielten die acht Swiss Competence Centers für Energy Research 31 Mio. Schweizer Franken. Fast 1400 Forschende sind an den SCCER beteiligt. Eggimann: «Besonders erfreulich ist der hohe Anteil an Drittmitteln der SCCER: Sie generierten 2019 neben den direkten Beiträgen von Innosuisse (31 Mio. CHF) und den eigenen Mitteln der Hochschulen (41,7 Mio. CHF) 39 Prozent der Mittel aus kompetitiven Bundesmitteln und der Industrie (46.9 Mio. CHF).»

Projektförderung als wichtigstes Instrument
Insgesamt hat Innosuisse im Jahr 2019 Förderbeiträge von 243,3 Mio. Schweizer Franken zugesprochen (exkl. Overhead). «Unser Hauptinstrument – finanziell gesehen – bleibt die Förderung von Innovationsprojekten», erklärt Eggimann. Mit etwas mehr als 144 Millionen Schweizer Franken (ohne Overhead und Impulsprogramm Digitalisierung und inklusive internationalen Projekten) wurden Innovationsprojekte mit und ohne Umsetzungspartner finanziert.

Fast 12 Mio. Schweizer Franken wurden für die Förderung von Start-ups (Training Coaching, Camps, Messen) bewilligt, rund 7 Mio. für die Aktivitäten im Bereich Wissensaustausch und Vernetzung (Innovationsmentoren, Nationale thematische Netzwerke, Fachveranstaltungen.). Mit rund 22 Mio. Schweizer Franken wurden die internationalen Aktivitäten gefördert (Internationale Programm, EEN, Bilaterale Zusammenarbeit etc.).

Innovationen als Investition in die Zukunft
Gerade in Zeiten, in denen die Wirtschaft ins Stocken zu geraten droht, wie gegenwärtig mit den Bedrohungen des Coronavirus, kann Innosuisse mit ihrer Unterstützung weiterhelfen: Sie hilft, die Innovationkraft von Schweizer Unternehmen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken und einen Mehrwert für die Wirtschaft und Gesellschaft zu generieren. Annalise Eggimann betont: «In wirtschaftlich schwierigen Zeiten lohnt es sich doppelt, in die Innovation und damit die Zukunft zu investieren. Wir helfen den KMU und Forschenden gerne dabei. Innosuisse freut sich über jedes Gesuch!»

Letzte Änderung 26.03.2020

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