Neuer Vorsitz des Innovationsrats: ein Interview mit Alois Zwinggi

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Der Verwaltungsrat von Innosuisse hat Alois Zwinggi, Mitglied der Geschäftsleitung des World Economic Forum, zum Vorsitzenden des Innovationsrats ernannt. Als Vizevorsitzende wurde die Unternehmerin und CEO von Preclin Biosystems AG Bettina Ernst gewählt. Als Fachorgan entscheidet der Innovationsrat insbesondere über die Förderung von Innovationsprojekten und die Unterstützung von Start-ups.

Wir haben Alois Zwinggi vier Fragen gestellt. Er ist seit 2017 für Innosuisse tätig und übernimmt den Vorsitz des Innovationsrats ab Januar 2020 für zwei Jahre.

Herr Zwinggi, woran erkennen Sie den Innovationsgehalt eines Projekts?
Innovation löst ein Problem oder Bedürfnis, wofür es bis anhin kein Produkt oder Dienstleistung gab. Im Kontext von Innosuisse ist natürlich auch entscheidend, dass diese Innovation wissenschaftsbasiert ist. Es scheint mir deshalb wichtig, dass Innosuisse insbesondere Projekte fördert, welche sowohl für den Forschungspartner als auch den Umsetzungspartner neue Opportunitäten bieten. Gleichzeitig sollte ein innovatives Projekt geistiges Eigentum und Arbeitsplätze in der Schweiz schaffen.

Sie arbeiten als Managing Director für das WEF: Was zeichnet die Innovationskraft der Schweiz im internationalen Vergleich aus?
Die Schweiz belegt laut unserem Wettbewerbsfähigkeitsbericht den 3. Platz bezüglich Innovationsfähigkeit. Besonders hervorzuheben sind die Anzahl der Patente im Verhältnis zur Bevölkerung, die internationale Zusammenarbeit, der Anteil der Forschungsausgaben im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt sowie die gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Sektor im Bereich der Innovation. Nachholbedarf besteht nach wie vor beim Abbau von Hindernissen bei der Firmengründung. Zudem ist die etwas risikoscheue Kultur in der Schweiz eher innovationshemmend.

Sie übernehmen den Vorsitz des Innovationsrats: Worauf freuen Sie sich?
Ich freue mich besonders darauf, die vielfältigen Erfahrungen und Ansichten im Innovationsrat so zu bündeln, dass wir zusammen mit der Geschäftsstelle und dem Verwaltungsrat von Innosuisse einen Beitrag leisten können, damit die Schweiz ihren Spitzenplatz in der Innovation verteidigen kann.

Wie sehen Sie die Rolle des Innovationsrats in der Zukunft?
Das Kerngeschäft des Innovationsrats wird auch in Zukunft die Förderung von Innovationsprojekten und Start-ups bleiben. Wichtig sind aber auch die Unterstützung des Wissens- und Technologietransfers sowie der Ausbau der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Innovation. Inhaltlich werden die digitale Transformation und die nachhaltige Entwicklung im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 von zentraler Bedeutung sein. Ich glaube, dass der Innovationsrat zudem eine wichtige Rolle spielen wird, damit Innosuisse zu einer anerkannten Plattform für alle Akteure der Innovation in der Schweiz wird.

Letzte Änderung 06.01.2020

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