«Bei der Gründung eines Start-ups sollte das Geschlecht keine Rolle spielen, sondern die Idee»

Olga-Dubey-Innosuisse

Ihr Tipp

«Wichtig ist, dass man für sich herausfindet, was für eine Rolle man in der Firma übernehmen will. Man kann nicht alles gleichzeitig sein, aber es hilft, alles auszuprobieren.»

Der ‹Business-Concept› Kurs von Innosuisse war der Türöffner für mich. An der Uni wird für das Unternehmertum nur sehr wenig Werbung gemacht. Für mich war es eine komplett neue Welt und alles sehr inspirierend.

Bei der Gründung eines Start-ups sollte das Geschlecht keine Rolle spielen, sondern die Idee. Dass es noch wenig Gründerinnen gibt, könnte daran liegen, dass Frauen oft weniger Selbstvertrauen haben als Männer. Es ist aber auch eine Frage der Erziehung. Aufgrund der Forschungsergebnisse meiner Doktorarbeit im Bereich Pflanzenbiochemie gründete ich zusammen mit einem Molekularbiologen das Start-up AgroSustain, das biologische Produkte gegen Schimmelpilz in der Landwirtschaft herstellt. Inzwischen sind wir zehn Mitarbeitende. Um ein Start-up erfolgreich zu gründen und es voranzutreiben, ist es essenziell, mit Personen zusammenzuarbeiten, die sich mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen ergänzen und auf die man sich verlassen kann. Denn eine Firmengründung ist eine riesige Achterbahn. Das merkst du erst, wenn du losgefahren bist. Es taucht immer wieder ein neues Hindernis auf, das du meistern musst. Aber das ist auch gut so. Denn das heisst, dass das Unternehmen vorwärtskommt.

Als Gründerin muss man überzeugt sein von dem, was man macht. Eine Frau wird unter Umständen anders behandelt als ein Mann. Umso wichtiger ist es, sich selber zu respektieren. Und sich den Respekt auch bei anderen zu verschaffen. Wenn eine Frau eine tolle Idee hat und sich das zutraut, sollte sie unbedingt eine Firma gründen.

Letzte Änderung 03.08.2020

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