Mit smarter Kleidung gegen Druckverletzungen

 Im Labor testet Ursula Wolf erste Prototypen ihrer Innovation.
Für die Messung des Sauerstoffgehalts im Gewebe benötigt es spezielle lichtleitende Fasern. Im Labor testet Ursula Wolf erste Prototypen.

Wenn die Haut oder das darunterliegende Gewebe aufgrund Druckbelastung nicht genügend mit Sauerstoff versorgt wird, können Druckverletzungen entstehen. Betroffen davon sind in erster Linie Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. «Die einzige Möglichkeit, Druckverletzungen vorzubeugen, besteht darin, die Patientin oder den Patienten zu bewegen und so die Gewebedurchblutung wiederherzustellen», sagt Prof. Dr. med. Ursula Wolf, Direktorin des Instituts für Komplementäre und Integrative Medizin der Universität Bern.

Unterstützt durch das BRIDGE-Förderangebot «Discovery» arbeitet Wolf an der Entwicklung eines textilen Sensorsystems, das bei Gefahr ein Alarmsignal auslöst. In Kleidung eingewobene Sensoren sollen mittels Infrarotlicht laufend den Sauerstoffgehalt im Gewebe messen. Hierfür braucht es eine spezielle lichtleitende Stofffaser, welche die Empa entwickelt. Die NTB Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs liefert die Elektronik, mit der die Messungen in ablesbare Daten gewandelt werden.

Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung eines finalen Prototyps. Gemeinsam mit einem Kleidungshersteller soll der Stoff anschliessend weiterentwickelt und zu Kleidung verarbeitet werden. Gemäss Wolf könnte die Technologie neben dem Gesundheitsbereich auch in Trainingsanzügen zur Verwendung kommen: «Die textilen Sensoren sind ein wichtiger Schritt in Richtung smarte Kleidung.»

Letzte Änderung 09.06.2020

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