Nachhaltigeres Recycling von Beton

Die Herstellung von Zement, dem Bindemittel im Beton, belastet die Umwelt stark – sie allein macht 5 bis 7 Prozent des globalen CO2-Ausstosses aus.

Johannes_Tiefenthaler_07_web
ETH-Doktorand Johannes Tiefenthaler befüllt den Reaktor mit Recycling-Granulat.

Beton hat nach 50 bis 100 Jahren ausgedient und wird wiederaufbereitet. Dazu wird der Baustoff gebrochen, die groben Bestandteile werden als Kiesersatz in neuem Beton wiederverwendet. «Dies ist aber nicht ideal, da man Beton schlechterer Qualität bekommt», sagt Johannes Tiefenthaler, Doktorand am Institut für Verfahrenstechnik der ETH Zürich. «Beton mit Recyclinggranulat enthält mehr Zement als Normalbeton, um eine hohe Qualität zu garantieren. Das führt wiederum zu mehr CO2-Emmissionen.»


«Ich finde es spannend, an einer Problemlösung eines politisch grossen Reizthemas zu arbeiten.»

Johannes Tiefenthaler, Doktorand Verfahrenstechnik, ETH Zürich


Unter dem Dach des SCCER EIP, dem Forschungskompetenzzentrum für effiziente Industrieprozesse, forscht Tiefenthaler, wie Beton nachhaltiger recycelt werden kann. Seine Idee: Durch Karbonisierung soll CO2 im Recyclingmaterial permanent als Kalkstein gebunden werden. Daraus reduziert sich die Porosität, wodurch das Material fester wird und sich besser verarbeiten lässt. Gleichzeitig wird weniger Zement für frischen Beton benötigt, was die CO2-Emissionen reduziert. «Damit lassen sich zwar nicht sämtliche Umweltprobleme der Industrie lösen, aber doch ein beachtlicher Teil.»

Letzte Änderung 26.07.2019

Zum Seitenanfang

Kontakt

Förderprogramm Energie

Dr. Kathrin Kramer
Abteilungsleiterin Förderprogramm Energie

Tel. +41 58 462 00 74
E-Mail

Kontaktinformationen drucken

https://www.innosuisse.ch/content/inno/de/home/resultateundwirkung/Projektbeispiele/foerderprogramm-energie/nachhaltigeres-recycling-von-beton.html