Ein gemeinsamer Kodex für die Wissenschaftliche Integrität

Swissuniversities, der Schweizerische Nationalfonds und Innosuisse haben unter der Federführung der Akademien der Wissenschaften Schweiz gemeinsam einen Kodex für Wissenschaftliche Integrität erarbeitet. Er berücksichtigt neue Entwicklungen in der Wissenschaft, erleichtert die Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg und stärkt die Qualitätssicherung in der Forschung.

Ungenügende Kennzeichnung namhafter Mitarbeit bei wissenschaftlichen Publikationen, Befangenheit bei der Evaluation von Forschungsprojekten oder Beeinträchtigung der Forschungsfreiheit bei privaten Zuwendungen – mögliches Fehlverhalten erstreckt sich über den ganzen Bereich der Gewinnung und Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Dem will der neue Kodex für wissenschaftliche Integrität entgegenwirken, zudem aber vor allem auch aufzeigen, was Good Practice in der wissenschaftlichen Arbeit ist. Diese orientiert sich an den Grundprinzipien Verlässlichkeit, Redlichkeit, Respekt und Verantwortung. Die Expertenkommission Wissenschaftliche Integrität hat damit die Grundsätze und Verfahrensregeln im Bereich Wissenschaftliche Integrität sowie das dazugehörige Reglement aus dem Jahr 2008 unter Berücksichtigung des europäische ALLEA Code of Conducts (2017) aktualisiert. 

Standards und Verfahrensgrundsätze implementieren
Der Kodex empfiehlt auch, Verfahrensschritte wie Schlichtung, Untersuchung, Sanktion und Rekurs mit entsprechenden Verfahrensgrundsätzen klar zu definieren und voneinander abzugrenzen. Wie diese Standards in den eigenen Reglementen verankert und konkret umgesetzt werden, liegt in der Kompetenz der Hochschulen und Förderorganisationen.


Letzte Änderung 08.06.2021

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Anlaufstelle Wissenschaftliche Integrität

Falls Sie in Zusammenhang mit einem von Innosuisse geförderten Projekt oder einer Fördermassnahme Fragen zur Wissenschaftlichen Integrität oder einen Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten haben, können Sie sich an die unten angegebene Kontaktperson wenden.

Fragestellungen im Bereich der Wissenschaftlichen Integrität sind häufig komplex. Wir empfehlen Ihnen, uns Ihr Anliegen deshalb in einem ersten Schritt schriftlich zu schildern.

Joël Brigger, 
Juristischer Mitarbeiter, Datenschutz- und Öffentlichkeits-verantwortlicher
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