Gefälschte Fotos und Videos schnell und einfach erkennen

«Es ist eine grosse Herausforderung, mit den immer raffinierter agierenden Fälschern Schritt halten zu können.»

Anthony Sahakian, CEO von Quantum Integrity SA


Das Video, in dem Barack Obama seinen Nachfolger Donald Trump beschimpft, hat für Aufsehen gesorgt. Obama ist aber nicht Obama, der Text wird von einem Schauspieler gesprochen. Deepfake-Videos sind inzwischen so realistisch, dass sie mit blossem Auge kaum mehr als Fälschung zu erkennen sind. «Heute braucht es noch einiges an Aufwand und Fachwissen, um ein gekonntes Deepfake herzustellen», betont Anthony Sahakian. «Doch das wird sich bald ändern.» Die Methoden der Fälscher würden immer raffinierter, die Folgen immer verheerender: Gefälschte Fotos und Videos werden zum Beispiel für Versicherungsbetrug verwendet, mit Schäden an Autos, die nicht existieren oder mit fiktiven Waren, die als gestohlen gemeldet werden.

Fiktive Lagerbestände werden dank intelligenter Software schnell aufgedeckt.
Fiktive Lagerbestände werden dank intelligenter Software schnell aufgedeckt.

Sahakians Firma Quantum Integrity bietet bereits eine Software an, mit der man gefälschte Bilder erkennen kann. Zusammen mit der Multimedia Signal Processing Group MMSPG der EPFL will Quantum Integrity den Deepfake-Detektor erweitern, sodass er breiter einsetzbar ist. Ziel ist, eine Website einzurichten, auf die Videos zur Prüfung hochgeladen werden können. «Wir könnten dieses System nicht alleine entwickeln, da es sich um äusserst schwierige und teure technische Fragen handelt», sagt Sahakian. «Mit Prof. Dr. Touradj Ebrahimi und seinem Team haben wir die beste Unterstützung, die wir uns vorstellen könnten.» Das braucht das Schweizer Start-up auch, denn die Konkurrenz ist gross: Sowohl Facebook als auch Microsoft wollen in den nächsten Jahren 10 Millionen US-Dollar in Deepfake-Erkennungssoftware investieren.

Letzte Änderung 08.07.2020

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