Treiben Sie die Digitalisierung in der Schweiz voran

Die Schweiz soll eines der führenden Länder in der Entwicklung und Anwendung digitaler Technologien bleiben. Um das zu erreichen, setzt der Bundesrat im Rahmen des Aktionsplanes 2019 – 2020 insgesamt 62 Mio. CHF ein. Zwei der empfohlenen Massnahmen setzt Innosuisse um: das Impulsprogramm "Fertigungstechnologien" und die Förderung der Digitalisierung in Energie und Mobilität über die SCCER.

Impulsprogramm Fertigungstechnologien

Hinweis

Die beantragten Zusatzmittel müssen vom Parlament in seiner Budgetdebatte im Dezember 2018 genehmigt werden.

Wer kann ein Gesuch einreichen?

Angesprochen sind insbesondere Konsortien aus Unternehmen und Forschungsinstitutionen, die im Bereich «Industrie 4.0 und Moderne Fertigungstechnologien» auf digitaler Basis tätig sind. Auf Wirtschaftsseite sind dies in erster Linie Unternehmen in vertikalen und horizontalen Wertschöpfungsketten aus den folgenden Industrien (keine abschliessende Aufzählung):   

  • MEM-Industrie (Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie)
  • Lebensmittelindustrie
  • Automobilzulieferer-Industrie
  • Medizintechnik-Industrie
  • Bauindustrie
  • Chemische Industrie
  • Pharma und Biotech
  • ...

Gesuche aus anderen Branchen mit den gleichen thematischen Bezügen sind ebenfalls willkommen.

Förderbedingungen

Es gelten die gleichen gesetzlichen Grundlagen wie bei der regulären Förderung von Innovationsprojekten.

Spezielle Förderkriterien

Projekte mit explorativem Charakter
Gefördert werden bevorzugt Projekte mit explorativem Charakter an der Schnittstelle zwischen Forschung und Technologietransfer, in denen grössere Konsortien oder Forschungsverbünde mit interdisziplinären Teams aus Forschung und Industrie zusammenarbeiten.
Quantitative Vorteile oder neue Produktionsmöglichkeiten schaffen
Die Projekte sollen der Schweizer Wirtschaft quantitative Vorteile wie Produktivitätssteigerung, Produktionsflexibilität (z.B. kürzere Umstellungszeiten) oder höhere verfügbare Betriebszeit verschaffen sowie neue Produktionsmöglichkeiten schaffen.
50%-Beteiligung kann gesenkt werden
Die üblichen Regeln der Beteiligung von mindestens 50% an den Projektkosten durch die Umsetzungspartner können gemäss Einzelfallentscheid dann gesenkt werden, wenn die Vorhaben besonders innovativ sind und ein überdurchschnittliches Erfolgspotenzial aufweisen oder deren Ergebnisse einem breiten Kreis von Nutzern zugutekommen könnten.
Vergleichsweise höhere Sachkosten sind förderungswürdig
Vergleichsweise höhere Anteile von Sachkosten an den Gesamtkosten sind für explorative Konsortialprojekte ebenfalls grundsätzlich förderungswürdig, sofern sie beispielsweise in Pilot- und Demonstrationsanlagen mit einem breiteren Nutzen fliessen, und in einem sinnvollen Verhältnis zu den Personalkosten stehen.
Gute Chancen auf Folgeprojekte
Aufgrund des explorativen und konsortialen Charakters werden bewilligten, qualitativ hochstehenden Vorhaben bei entsprechend erfolgreichem Verlauf gute Chancen auf Folgeprojekte mit konkreten Anwendungsbezügen für einzelne Umsetzungspartner in Aussicht gestellt.

Für jedes Projekt erwünscht (nicht zwingend):

  • mehr als ein Umsetzungspartner, davon mindestens ein KMU
  • die Abdeckung einer Wertschöpfungskette durch mehrere Umsetzungspartner
  • mehr als ein Forschungspartner, davon mindestens eine Fachhochschule.

Weitere Informationen finden Sie in den FAQ zum Impulsprogramm.

Wichtige Technologien

Beispiele für wichtige Technologien in der Fertigung (keine abschliessende Aufzählung):

  • Automatisierungstechnologien / Robotik
  • Einsatz von Photonik, photonischen Sensoren, Komponenten und Systemen
  • Materialbearbeitung, beispielsweise mit Licht-, Laser-, oder Elektronenstrahlen
  • Beschichtungs- und Druckverfahren, inklusive der additiven Fertigung
  • Fertigungsverfahren zur Erzeugung von Oberflächen-Strukturen im Mikro- und Nanobereich
  • Fertigungsverfahren für Verbundmaterialien
  • Präzisions- und Ultrapräzisionsbearbeitung
  • Fertigungsverfahren aus den Bereichen des Urformens, Umformens, Trennens und Fügens

Beispiele von digitalen Schlüsseltechnologien für innovative Fertigungstechnologien (keine abschliessende Aufzählung)

  • Simulation
  • Artificial intelligence (AI)
  • Vision, image processing / machine learning
  • Digital twin / Cyber-Physical Systems
  • Virtual / augmented reality
  • Internet of Things (IoT)
  • Cloud computing
  • Wireless communication
  • Optical communication
  • Cyber security
  • ...

Wichtige Termine

Es gibt zwei Ausschreibungen bezogen auf die Dauer der Projekte.

Projektdauer 18 Monate 12 Monate
Start Gesuchseingabe
27. November 2018 27. November 2018
Eingabefrist 21. Januar 2019 20. Mai 2019
Förderentscheid Anfang März 2019 Anfang September 2019
Projektstart 1. Mai 2019
1. November 2019
Projektende 31. Oktober 2020 31. Oktober 2020

Digitalisierung in Energie und Mobilität

Die zweite Massnahme aus dem Aktionsplan des Bundesrates 2019-2020, welche Innosuisse umsetzt, ist die Förderung der Digitalisierung in Energie und Mobilität über die Swiss Competence Centers for Energy Research SCCER. Hierfür sind 1,5 Mio. CHF pro Jahr vorgesehen. Diese Förderung konzentriert sich in einem gesonderten Verfahren auf drei ausgewählte SCCER.

Letzte Änderung 06.12.2018

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Kontakt

Dannie Jost

Wissenschaftliche Mitarbeiterin ICT

Tel.
+41 58 467 17 55

ict@innosuisse.ch

Kontaktinformationen drucken

Weitere Informationen

Im November und Dezember haben gemeinsam mit Swissmem, Industrie2025 und satw Informationveranstaltungen zum Impulsprogramm Digitalisierung stattgefunden. Hier finden Sie alle gezeigten Präsentationen.

Gesuch einreichen

Reichen Sie jetzt Ihr Gesuch ein.

Frist für 18-monatige Projekte: 21. Januar 2019

Frist für 12-monatige Projekte: 20. Mai 2019

https://www.innosuisse.ch/vanity/inno/digitalisierung